Die Entstehung des Zwingernamens

aus der Streusandbüchse

Im November 2016 kam Jule zu uns. Weil sie eine so quicklebendige, freundliche Kromfohrländer-Hündin ist, entwickelte sich mit der Zeit die Absicht mit ihr zu züchten.

Da wir Mitglied im dem VDH angeschlossenen Rassezuchtverein der Kromfohrländer sind und nach dessen Richtlinien reinrassige Kromfohrländer züchten wollen, musste auch ein Zwingername her. Am besten etwas Lustiges, Ausgefallenes oder mit Ortsbezug.

Nach längerem Hin und Her haben wir uns geeinigt: „aus der Streusandbüchse“ sollten die Welpen als Namen tragen. Einen Hinweis auf die Gegend, in der wir leben.

Denn schon vor Hunderten von Jahren war die Mark Brandenburg -vor allem das Havelland und die Zauche- liebevoll-spöttisch als „des Heiligen Römischen Reiches Streusandbüchse“ bezeichnet worden. Der sandige, karge Boden, Überbleibsel der Eiszeit, auf dem damals wie heute ausgedehnte Kiefern-, Birken- und Heidekulturen gedeihen, führte zu dem despektierlichen Spitznamen für diese Landschaft.

Wir werden unsere Welpen mit der vollendeten neunten Lebenswoche abgeben und möchten gerne die zukünftigen Welpenbesitzer vorher -auch persönlich- kennenlernen und ihnen auch die Möglichkeit geben, die Welpen nach der dritten Lebenswoche zu besuchen. In dieser Zeit können die zukünftigen Welpenbesitzer ihre Fragen stellen und bekommen von uns möglichst umfassende Informationen rund um den Hund.
Das sollte den Übergang in die neuen Familien für Mensch und Hund erleichtern.

Während der neun Wochen werden wir uns bemühen, die Welpen so aufzuziehen, dass sie gesund aufwachsen und ihre Umgebung in einer Weise  kennenlernen, die sie zu unerschrockenen, vertrauensvollen Hunden heranwachsen lässt. 

Die Aufzucht wird innerhalb unseres Wohnbereichs, im direkten Familienkontakt stattfinden.

Bei den neuen Besitzern wird dann ein „Welpe“ einziehen, der viel Zeit und Zuwendung braucht, noch nicht stubenrein ist, sich besonders während des Zahnwechsels einiges zum Kauen sucht und die verschiedensten Dinge austestet.
Es ist deshalb sinnvoll und auch nötig, von Anfang an viel Zeit für den Hund zu erübrigen!
Hundekinder durchleben die verschiedensten Phasen und sind für ihre Menschen oft eine Herausforderung.

Dafür bringt die Mensch-Hund-Gemeinschaft immer wieder viel Spaß.

Voraussetzung der Zucht ist die Teilnahme an einer Zuchttauglichkeitsprüfung.

Bei dieser wird geprüft, ob die Hunde, die mindestens ein Alter von 18 Monaten haben, für die Zucht geeignet sind.
Grundlage für die Beurteilung ist der Rassestandard und die Körordnung gemäß RZV. Es wird u. a. geprüft, ob der Standard eingehalten wird. Auch ein Wesenstest, bei dem die Hunde in nachgestellten Alltagssituationen beweisen müssen, dass sie dabei freundlich bleiben, gehört dazu.

Nach tierärztlicher Untersuchung der Hündin inkl. Blutuntersuchung und Gentest für Hyperkeratose (Ballenerkrankung) hat Jule am 18.08.2018 in Hannover-Laatzen die Körung (Zuchttauglichkeitsprüfung und Wesenstest) über sich ergehen lassen.
Wir selbst hatten uns mit der Teilnahme an der Erstzüchtertagung, durch Gespräche mit erfahrenen Züchtern und dem Studium empfohlener Lektüre vorbereitet.

Die Zuchtstätte ist durch den RZV abgenommen, der Zwingername durch den VDH/FCI genehmigt.

Jule bestand die Prüfung
mit dem Ergebnis:

Zuchttauglich ohne Auflagen
und
erhielt einen Eintrag in der Ahnentafel

Am 24.10.2018 ist  die Zustimmung des Zuchtausschusses des RZV zu unserem Zuchtantrag bei uns eingetroffen. Jetzt  sind wir auch im aktuellen Züchternachweis/der Züchterliste des RZV zu finden:

https://kromfohrlaender.de/zuechter-und-welpen/

Nun liegt es an Jule, Ende November zu zeigen, ob sie will.

Am 3. und 7.12. haben wir Jule in der Tierklinik für Fortpflanzung der Freien Universität Berlin zur Feststellung der Läufigkeit und Bestimmung des Decktermins vorgestellt.

  • Das Ergebnis der ersten Untersuchung lautete:
    Jule befindet sich  im Tag zwei der Läufigkeit.

Die bakteriologische Untersuchung verlief ohne Befund.

  • Am zweiten Untersuchungstermin, dem 7.12., ergab die zytologische Untersuchung einen Wert von 0,96 ng/ml Progesteron. Jule befindet sich mutmaßlich im Tag sechs der Läufigkeit, also mitten im Proöstus.
  • Die dritte Untersuchung erfolgte am 10.12. und offenbarte nur einen geringen Anstieg des Progesterons auf 2,38 ng/ml.
  • Bis zur Untersuchung am 12.12. ist der Wert des Progesterons sprunghaft auf 13,1 ng/ml angestiegen.

Jules Zyklus ist wie aus dem Lehrbuch.

Ihre fruchtbaren Tage entsprechen genau der Eintragung in der Grafik.

Günstiger Decktermin ist nach ärztlicher Einschätzung nun Donnerstag, der 13. Dezember.

Cooper vom langen Fuchsbau
& Jule
haben die Gelegenheit genutzt
und sich verpaart.

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